Bürgerversicherung

Bürgerversicherung


Was ist die Bürgerversicherung?


Die Grundkonzeption einer Bürgerversicherung wurde 2003 von der Rürup-Kommission und

vom SPD-Abgeordneten Karl Lauterbach erarbeitet.

Die eigentliche Idee war die Finanzierung des Deutschen Gesundheitssystems sicherzustellen.

Um eine "Zwei-Klassen-Medizin" zu verhindern sollen auch Beamte und Selbstständige obligatorisch in die Bürgerversicherung aufgenommen werden. Die Bemessung der Beiträge sollte ausschließlich auf die Leistungsfähigkeit jedes Versicherten abstellen. Das letztendliche Ziel ist die Auflösung der Privaten Krankenkassen zu Gunsten der GKV.


Wer ist für die Bürgerversicherung?


Die Idee der Bürgerversicherung wird von der SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der Linken getragen. Hinzu kommen einige Arbeitnehmerverbände.


Wer ist dagegen?


CDU/CSU, FDP, Arbeitgeberverbände, die PKV sowie der Großteil der Ärzte in Deutschland lehnt die Bürgerversicherung kategorisch ab.


Welche Argumente sprechen gegen die Bürgerversicherung?


Die meisten Fragen zu den tatsächlichen Auswirkungen bei einer Einführung der Bürgerversicherung werden von den Befürwortern schlicht ignoriert. Die Aufrechterhaltung hoher Standards und modernster Technik in der Deutschen Medizin sind ausschließlich durch die PKV möglich. Somit ist der Terminus "Zwei-Klassen-Medizin" schlichtweg falsch. Experten reden daher von einer "Zwei-Klassen-Finanzierung" da die größten Teils PKV-finanzierten Methoden und Techniken auch den Versicherten der Gesetzlichen Krankenkasse zu Gute kommen.

Laut aktuellen Umfragen sind gesetzlich Krankenversicherte mit der medizinischen Versorgung in Deutschland hochzufrieden oder zufrieden.

Somit ist die PKV sogar eine solidarische Errungenschaft für Arzt und Patient.

Die Privaten Krankenkassen sind Unternehmen welche genau so wenig enteignet werden können wie PKV-Versicherte welchen rund 230 Mrd. an Rücklagen zustehen.

Zudem gibt es bisher nicht "die Bürgerversicherung" sondern lediglich einige nicht fertig ausgearbeitete Konzepte zur möglichen Ausgestaltungen.

Da privat Krankenversicherte nicht per se vermögender sind als gesetzlich Versicherte, sondern die PKV auf der einen Seite auch Beamte und Selbstständige mit geringeren Einkommen versichert und die GKV auf der anderen Seite auch freiwillig gesetzlich versicherte Mitglieder aufweist, ist es zumindest fraglich ob sich bei Beibehaltung der Beitragsbemessungsgrenze überhaupt signifikante Mehreinnahmen der GKV ergeben würden. Letztendlich würde für viele Ärzte welche bisher privat und gesetzlich versicherte Patienten betreuen die sichere Finanzierungsgrundlage entfallen. Dies würde zwangsläufig zu weniger Investitionen in moderne Medizintechnik führen. Da Spitzenmedizin somit nur noch in wenigen exklusiven Praxiszentren garantiert wäre ergäbe sich mit der Einführung der Bürgerversicherung erst Recht eine "Zwei-Klassen-Medizin".


Warum sind wir gegen die Bürgerversicherung?


Aktuell sind rund 42.500 Beschäftigte bei der PKV tätig.  Wir lehnen es ab diese Arbeitsplätze leichtsinnig aufs Spiel zu setzen. Für viele Praxen und Krankenhäuser würde die Bürgerversicherung das wirtschaftliche KO bedeuten. Daher verwehren wir uns nachhaltig gegen diese.

KONTAKT



Ansprechpartner

Thomas Kadner

Occamstr. 19

80802 München

info@produale-kv.de

Tel. 0176-32393476


Eine Initiative des

Deutschen  Bankangestellten Verband e.V. (DBV) - Gewerkschaft

der Finanzdienstleister

Kreuzstr. 20

40210 Düsseldorf

info@dbv-gewerkschaft.de

www.dbv-gewerkschaft.de





AKTUELLES


27. Juli 2018

NEUREGELUNG FÜR BEAMTENANWÄRTER IN HH

Ab August haben Anwärter die Wahl zwischen PKV und GKV-Zuschuss. Mehr zum Thema


22. Januar 2018

ERGEBNISSE SONDIERUNGSGESPRÄCHE

SPD fordert Nachbesserungen Näheres finden Sie hier.


12. Januar 2018

ERGEBNISSE SONDIERUNGSGESPRÄCHE ZWISCHEN CDU, CSU UND SPD

Detaillierte Informationen  hier.




MEDIEN


23. Januar 2017

Unsere Initiative im Versicherungsjournal. Mehr...



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*Helga Schäferling(*1957), deutsche Sozialpädagoging

©2018 Thomas Kadner