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Befürworter des dualen Krankenversicherungssystems


Stimmen zur dualen Krankenversicherung

Bernhard Loos - CSU - Mitglied des Bundestags


"Deutschland hat ein gut funktionierendes Gesundheitswesen, das sich international auf höchstem medizinischen Standard befindet. Dabei wird jedem Bürger die gleiche notwendige medizinische Behandlung zu Teil. Ein differenziertes Krankenversicherungssystem aus Gesetzlicher Krankenversicherung und Privater Krankenversicherung hat dazu aus meiner Sicht einen wichtigen Beitrag geleistet und muss daher auch in der Zukunft erhalten bleiben. Die Einnahmen aus der Behandlung von Privatversicherten stabilisieren in vielen Bereichen die Wirtschaftlichkeit der Arztpraxen, aber auch der Krankhäuser. Die CSU hat daher seit jeher Überlegungen zur Einführung einer Einheitsversicherung, einer sog. Bürgerversicherung inhaltlich widersprochen."

Daniel Bahr - FDP - Bundesgesundheitsminister a.D.


Für die Vielfalt

Von Daniel Bahr


Der Demografische Wandel bedeutet für die GKV, aber nicht für  die PKV, eine große Herausforderung. Ab 2020 beginnen die Jahrgänge der Babyboomer in Rente zu gehen. Ihr Abgang wird durch junge Berufseinsteiger nicht ausgeglichen. Damit sinken i.d.R. deren beitragspflichtigen Einnahmen. Gleichzeitig steigt für das älter werdende GKV-Kollektiv der Bedarf nach medizinischer Versorgung.


Die Finanzierung des bestehenden Leistungsniveaus der GKV ist nur unter Inkaufnahme einer erheblichen Mehrbelastung künftiger Generationen von GKV-Versicherten möglich.

Ohne Änderungen im System werden für 2060 GKV-Beitragssätze von rund 30% prognostiziert. Eine Stärkung der Steuerfinanzierung ist keine Alternative. Auch diese Finanzierung bedeutet Umlagefinanzierung. Der Demografische Wandel wird auch bei den Steuereinnahmen seine Spuren hinterlassen.


Die PKV kalkuliert die Beiträge nach dem Anwartschaftsdeckungsverfahren. Das bedeutet, dass jede Generation selbst über den Aufbau von Alterungsrückstellungen für den altersbedingt steigenden Bedarf an medizinischen Leistungen vorsorgt und nicht nachfolgende Generationen belastet. Die PKV stabilisiert die künftige Finanzierung des Gesundheitswesens. Zum 08.01.2018 belaufen sich die Alterungsrückstellungen auf 246 Mrd. €. Über den Aufbau kalkulierter Alterungsrückstellungen werden steigende Leistungsausgaben, die durch das Älterwerden entstehen, finanziert.


In der PKV gibt es keine Budgetobergrenzen und Genehmigungsvorbehalte für medizinische Innovationen. Damit übernimmt die PKV die Rolle des Türöffners für Innovationen. Um freiwillige GKV-Mitglieder in der GKV zu halten, sind die GKV-Kassen motiviert, Innovationen auch ihren Mitgliedern zu eröffnen. Ohne diese Motivation, die der Wettbewerb im dualen System begründet, dürfte die Einführung von Innovationen in der GKV deutlich länger dauern.


Der Systemwettbewerb verhindert auch Kürzungen im  GKV-Leistungskatalog. Im internationalen Vergleich bietet das duale Krankenversicherungssystem einen der umfangreichsten Leistungskataloge. Der Wechsel zur Einheitsversicherung lässt Kürzungen beim Versicherungsumfang befürchten.


Die PKV-versicherten Patienten stützen über die höhere Vergütung der Leistungserbringer im Vergleich zum GKV-Honorar das gesamte Gesundheitssystem. 6 Mrd. € Mehrumsatz für die ambulante ärztliche Versorgung bedeuten durchschnittlich 50.193 € pro Praxis.


Im Gegensatz zu staatlichen Gesundheitssystemen, wie beispielsweise Großbritannien, in denen für wohlhabende Privatpersonen/Selbstzahler eigene Versorgungseinrichtungen entstanden sind, zeichnet sich das duale System in der Bundesrepublik Deutschland durch eine im wesentlichen einheitliche Versorgungsstruktur für GKV- und PKV-versicherte aus. Es verhindert somit eine Zwei-Klassen-Medizin. Gerade die guten Versorgungsstrukturen sichern, dass es auch für GKV-Patienten im internationalen Vergleich kaum Wartezeiten gibt, im Gegensatz zu Ländern mit Einheitsversicherung. Eine Studie der Universität Hamburg zeigt, dass unterschiedliche Wartezeiten durch die Budgetierung in der GKV entstehen, die PKV hat daran keinen Einfluss. Die Einführung der Bürgerversicherung würde an dem Entstehen von Wartezeiten in der budgetierten GKV oder dann Bürgerversicherung nichts ändern.


Die Devise muss lauten: Nicht Zerschlagen sondern bestehende Probleme in den Teilsystemen GKV und PKV über Reformen lösen. Ein Systemwechsel zur Bürgerversicherung würde keine Probleme lösen, sondern nur zusätzliche Schwächen erzeugen. Hinzu kommt: 115.800 Erwerbstätige hängen direkt oder indirekt von der Geschäftstätigkeit der PKV ab.


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info@dbv-gewerkschaft.de

www.dbv-gewerkschaft.de





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27. Juli 2018

NEUREGELUNG FÜR BEAMTENANWÄRTER IN HH

Ab August haben Anwärter die Wahl zwischen PKV und GKV-Zuschuss. Mehr zum Thema


22. Januar 2018

ERGEBNISSE SONDIERUNGSGESPRÄCHE

SPD fordert Nachbesserungen Näheres finden Sie hier.


12. Januar 2018

ERGEBNISSE SONDIERUNGSGESPRÄCHE ZWISCHEN CDU, CSU UND SPD

Detaillierte Informationen  hier.




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23. Januar 2017

Unsere Initiative im Versicherungsjournal. Mehr...



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*Helga Schäferling(*1957), deutsche Sozialpädagoging

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